Referenzen

Auszug aus dem Abnahmegutachten für die Orgel zu Möllbergen.

Sämtliche Arbeiten entsprechen dem Angebot.
Herr OB Schröder hat durch seine kreativen Vorschläge und deren Umsetzung die Orgel der ev. Kirche in Möllbergen
entscheidend verbessert. Die handwerklichen Arbeiten sind mit hoher Professionalität, Erfahrung und Fachkenntnis in
allen Teilen sehr gelungen und zweckmäßig ausgeführt worden.
Die klanglichen Veränderungen durch Registerum- und -neubauten bzw. durch Neuintonation unter Verwendung von Wind
beruhigenden Kernstichen, Aufschnitterhöhungen, gleichzeitigem Zukulpen der viel zu großen Fußlöcher und Erhöhung
des Winddrucks zeugt von einem klaren, in sich schlüssigen Gesamtkonzept, dass in seiner Ausführung künstlerisch auf
hohem Niveau anzusiedeln ist.
Dies alles ist besonders hoch anzuerkennen, da der Kirchraum, vorsichtig ausgedrückt, der Entfaltung des Orgelklanges
nicht besonders entgegenkommt.
Herr Schröder hat mit seiner Arbeit entscheidend zur höheren Akzeptanz des Instruments Orgel in der Kirchengemeinde
Möllbergen beigetragen darüber hinaus dem Orgelwesen allgemein einen wichtigen Dienst erwiesen.
Ich empfehle der Kirchengemeinde Möllbergen, die Arbeit von Herrn OB Schröder uneingeschränkt abzunehmen und
sich an ihrem erneuerten Instrument zu erfreuen.

Aus dem Gutachten des Orgelsachverständigen Dr. Hans-Christian Tacke



Auszüge aus dem Gutachten von Obernbeck

Folgene arbeiten wurden durchgeführt lt. Schreiben vom 25.10.2006

1. Ausreinigung der Orgel lt. Angebot
2. Nacharbeiten des Registers Oktave 4'

Durch die Rückung der Pfeifen um 1 HT (Halbton) zwischen cs2 und e2, um 2 HT zwischen fs2 und ds3 Und schließlich um
3 HT ab f3 hat Herr Schröder durch Pfeifeneinfügungen bewerkstelligt. Das Ergebnis ist ein wesentlich basierter und grundtöniger
Klang im Diskant des Registers. Durch die sehr gute intonatorische Ausgleichung ist kein Bruch zwischen den alten und neuen Pfeifen
zu spüren. Das Register ist mit dem ursprünglichen gar nicht mehr zu vergleichen, sämtliche unangenehmen Spitzen und
"Schreitendenzen" sind ideal beseitigt.

5. Gehäusedach öffnen

Diese Maßnahmen beinhaltet die Öffnung der Gehäusedächer des Haupt- und Pedalwerks und Einbringung entsprechender
Rahmen mit Tuchbespannungen. Die größeren Felder sind mit Scharnieren versehen, die kleinen Rahmen sind abzunehmen
bei Revisionen und Reparaturen. Dies beruht auf einem Vorschlag des OB Schröder und erweist sich als günstig zur Entfaltung
des Klanges der Orgel im Raum. Die Holztonne des Gewölbes übernimmt nun die Klangreflexion.
Die Orgel kann frei aussprechen und ist nicht mehr eingesperrt.

7. Einbau von Führungskämmen in der Hauptwerktraktur

Die Führungskämme wurden aus 8mm starkem Treibriemenleder gefertigt. Die ursprünglichen vorgesehenen 2 Kämme reichten zur
Stabilisierung der Traktur nicht aus. Deshalb hat Herr Schrüder einen dritten ergänzt. Sehr gute und originelle Lösung des Problems.

8. Arbeiten am Register Prinzipal 8'

Das Prinzipalregister wurde um 4 offene Pfeifen C, Cs, D, Ds ergänzt. Diese brachte Herr Schröder sehr günstig zwischen Pfeifen des
Subbaß unter. Die Intonation und die Übergänge in klanglicher Hinsicht hervorragend.

9. Aufarbeitung des Regal 8' im SW

Die Einbringung neuer Zungenblättchen und komplett neue Intonation auf deutlich höherem Winddruck bewirkte eine komplette
Klangveränderung: Das historische Register Regal 8', klingt nun beinahe wie eine Oboe.

4. Der Winddruck in allen werken wurde deutlich erhöht. Er beträgt nun:
HW - 75 mm Ws
SW - 65 mm Ws
PW - 84 mm Ws


Diese Maßnahme trägt zur allgemeinen sehr grundtönigen und endlich "gesunden" Ansprache der Pfeifen bei. Dies ist besonders
bei den historischen Registern Subbaß, Nasat und Regal zu spüren. Der Subbaß spricht nun wie er 1928 geplant war.

Die Intonation von Regal 8' ist komplett neu und war so nicht geplant, hat aber (s.o.) ungeheuer positive Auswirkungen gehabt.


Fazit und Empfehlung

Die genannten Arbeiten sind alle wie vereinbart durchgeführt worden. Alle geleisteten handwerklichen und künstlerischen Maßnahmen
an der Orgel sind sehr gewissenhaft und qualitativ anspruchsvoll ausgeführt worden. Besondere Erwähnung finden die zusätzliche
Maßnahmen, die Herr OB Schröder eigenverantwortlich, mit hohem Arbeitsaufwand und äußerst geringfügiger Veranschlagung von
einigem Material zum Besten der Orgel durchgeführt hat. Die uneigennützigen Zusatzleistungen halte ich - gerade in der heutigen
Zeit - als besonders wertvoll und dies spricht für eine starke Affinität des Orgelbauers zu seiner Profession.
Ich empfehle der Gemeinde, Herrn Schröder eine Sondergratifikation zukommen zu lassen.